2W-Team analysiert gemeinsam mit einem Kunden ein Produkt im Besprechungsraum

Outsourcing Technische Dokumentation:
Wann es sich lohnt 

2W begleitet Unternehmen seit über 25 Jahren als Dienstleister für technische Dokumentation. In dieser Zeit zeigt sich ein wiederkehrendes Muster: Kapazitätsengpässe, fehlende Fachkräfte und steigende Normanforderungen bringen interne Doku-Teams an ihre Grenzen. Outsourcing ist ein bewährter Weg, um genau diese Herausforderungen zu lösen. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wann sich das Auslagern lohnt, welche Modelle es gibt und worauf Sie bei der Wahl eines Dienstleisters achten sollten.

Wann ist Outsourcing sinnvoll?

Ob sich das Outsourcing der technischen Dokumentation lohnt, zeigt sich meist an konkreten Auslösern. Der häufigste ist der Fachkräftemangel: Am Markt sind kaum technische Redakteurinnen und Redakteure verfügbar, und intern fehlt die Kapazität. Oft kommt ein akuter Anlass hinzu. Die einzige Redakteurin oder der einzige Redakteur kündigt, und die Stelle lässt sich nicht schnell nachbesetzen.

Ein zweiter Auslöser sind Kapazitätsspitzen. Neue Produktlaunches, Modellwechsel oder Markteintritte erzeugen kurzfristig große Doku-Mengen, die ein festes Team nicht auffangen kann.

Auch Normenänderungen bringen Unternehmen unter Druck. Die neue EU-Maschinenverordnung 2023/1230 oder die Medizinprodukteverordnung MDR erfordern die Überarbeitung bestehender Unterlagen.

Ein weiterer Punkt ist fehlendes internes Know-how. Die Dokumentation wird nebenbei ohne fachlichen Hintergrund erstellt. Das geht auf Kosten von Qualität und Compliance.

Schließlich zwingt die Internationalisierung zum Handeln. Wer Produkte in neue Märkte bringt, braucht Übersetzungen und länderspezifische Anpassungen.

Technischer Redakteur bei 2W prüft eine Explosionszeichnung am Bildschirm
_übersicht

Welche Outsourcing-Modelle gibt es?

Für das Outsourcing technischer Dokumentation gibt es drei gängige Modelle. Sie unterscheiden sich vor allem im Umfang, den Sie extern vergeben.

Beim Projekt-Outsourcing vergeben Sie einzelne Doku-Projekte komplett extern, zum Beispiel die Betriebsanleitung für ein neues Produkt. Das eignet sich für Unternehmen mit punktuellem Bedarf oder zur Ersterprobung von Outsourcing.

Beim Kapazitäts-Outsourcing ergänzen externe Redakteurinnen und Redakteure Ihr internes Team bei Auftragsspitzen oder in Urlaubszeiten. Das passt zu Unternehmen mit eigenem Doku-Team, das temporär Unterstützung braucht.

Beim Voll-Outsourcing betreut ein Dienstleister Ihre gesamte technische Dokumentation dauerhaft, inklusive Prozesse, Tools und Qualitätssicherung. Der Einstieg beginnt mit einer Analyse der bestehenden Dokumentation und internen Abläufe, idealerweise gemeinsam mit der bisherigen Redakteurin oder dem bisherigen Redakteur. So bleibt das Wissen gesichert und der Prozess wird geordnet übergeben. Dieses Modell eignet sich für Unternehmen ohne eigene Doku-Abteilung oder mit Wunsch nach maximaler Entlastung. Ebenso, wenn die einzige Redakteurin oder der einzige Redakteur das Unternehmen verlässt und das Dokumentationswissen sonst verloren ginge.

Welches Modell zu Ihnen passt, hängt von Ihrer Ausgangslage ab. Unser Doku-Check verschafft Ihnen dazu einen strukturierten Überblick über Ihre Dokumentation und den passenden Weg.

2W-Mitarbeiter analysiert ein Bauteil vor einer Wand mit Spezialwerkzeugen
_wichtige Kriterien

Worauf sollten Sie bei der Auswahl eines Dienstleisters achten?

Bei der Auswahl eines Dienstleisters für technische Dokumentation sollten Sie auf mehrere Kriterien achten. Das erste ist die Branchenerfahrung. Kennt der Dienstleister Ihre Branche, etwa Automotive, Maschinenbau oder Medizintechnik?

Ebenso wichtig ist die Normenkompetenz. Arbeitet der Dienstleister nach den für Ihre Branche relevanten Normen wie IEC/IEEE 82079-1, ISO 12100 oder der EU-Maschinenverordnung 2023/1230?

Ein praktisches Kriterium ist der Produktzugang. Werden die Anleitungen am realen Produkt validiert, zum Beispiel in einer eigenen Werkstatt?

Achten Sie außerdem auf die Skalierbarkeit. Kann das Team bei Bedarf schnell aufgestockt werden, wenn Ihr Volumen steigt?

Zentral ist die Datenhoheit. Bleiben alle Rechte an Texten, Grafiken, Quelldaten und Übersetzungen inklusive der Translation Memorys dauerhaft bei Ihnen?

Prüfen Sie zuletzt den Qualitätsprozess. Gibt es klare Freigabeschleifen, ein Terminologiemanagement und definierte Review-Prozesse?

2W erfüllt diese Kriterien. Mehr dazu erfahren Sie auf unserer Leistungsseite zur technischen Dokumentation.

_Antworten

Die häufigsten Bedenken beim Outsourcing

Beim Outsourcing technischer Dokumentation gibt es typische Bedenken, auf die es gute Antworten gibt.

„Wir verlieren internes Know-how.“ Dem begegnen Sie mit der engen Einbindung Ihrer internen Wissensträgerinnen und Wissensträger sowie Verantwortlichen. Ein gemeinsam erstellter Redaktionsleitfaden und regelmäßige Wissenstransfer-Termine sichern das Wissen im Haus.

„Die Qualität leidet.“ Hier zählen Fachkräfte mit redaktioneller Expertise. Dazu kommen klare Freigabeprozesse, eine Terminologie-Datenbank und die Prüfung direkt am realen Produkt.

„Der Abstimmungsaufwand ist zu hoch.“ Feste Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sowie definierte Kommunikationswege halten ihn gering. Gemeinsame Tools wie ein Redaktionssystem oder eine PLM-Anbindung sorgen für reibungslose Abläufe.

„Wir machen uns abhängig.“ Alle Quelldaten und Rechte bleiben bei Ihnen als Auftraggeber. Ein Erstprojekt statt eines Langzeitvertrags macht den Einstieg unverbindlich.

„Datenschutz bei sensiblen Produktdaten.“ Ein NDA und eine klare Regelung zur Datenverarbeitung im Vertrag schaffen Sicherheit. Im Automotive-Bereich kommt die TISAX-Zertifizierung hinzu.

„Outsourcing kostet zu viel.“ Spezialistinnen und Spezialisten bringen eingespielte Prozesse, routinierte Geschwindigkeit und Skalierungseffekte durch spezialisierte Tools. Dazu kommt alles aus einer Hand, von der Redaktion bis zur Übersetzung.

In 4 Schritten zum erfolgreichen Outsourcing-Start

Der Einstieg ins Outsourcing gelingt in vier Schritten.
So behalten Sie von der ersten Analyse bis zum Vertrag die Kontrolle.

  • Schritt 1 – Bestandsaufnahme aufsetzen

    Welche Dokumentation existiert, welche Normen gelten? Genau hier setzt unser Doku-Check an und liefert Ihnen diese Bestandsaufnahme strukturiert.

  • Schritt 2 – Anforderungen definieren

    Legen Sie Kriterien wie beispielsweise Leistungsumfang, Sprachen, Formate, Tools, Zeitrahmen und Qualitätskriterien fest.

  • Schritt 3 – Startschuss für Erstprojekt geben

    Vergeben Sie ein abgegrenztes Projekt extern, zum Beispiel eine Betriebsanleitung, und gleichen Sie die Zusammenarbeit in der Praxis ab.

  • Schritt 4 – Rahmenvertrag aufsetzen

    Bei Zufriedenheit verankern Sie die Zusammenarbeit organisatorisch, mit definierten Schnittstellen, Projektplänen und klaren Prozessen.

Ein modernes, mehrstöckiges Bürogebäude mit großen Fenstern und Flachdach ist umgeben von einer gepflegten grünen Landschaft mit Bäumen und Wiesen. Ein Teil des Dachs ist begrünt und mit runden Dachfenstern versehen. Die Umgebung wirkt ruhig und naturverbunden, ideal für eine angenehme Arbeitsatmosphäre.
Outsourcing technischer Dokumentation ist keine Notlösung, sondern eine strategische Entscheidung für Qualität, Compliance und Skalierbarkeit. 
Christian Dörkes
Head of Sales
_Fazit

Outsourcing als strategische Entscheidung

Outsourcing technischer Dokumentation ist keine Notlösung, sondern eine strategische Entscheidung für Qualität, Compliance und Skalierbarkeit. Entscheidend sind die Wahl des richtigen Modells und ein Dienstleister mit Branchenerfahrung, Normenkompetenz und transparenten Prozessen.