Zwei Fahrzeuge auf Hebebühnen in der 2W-Werkstatt in München

Warum ein Dienstleister für Dokumentation eine Werkstatt braucht

Über 2.000 Quadratmeter Werkstattfläche, mit Prototypenschutz, Spezialwerkzeugentwicklung und einem Hochvolt-Bereich für Elektromobilität. Das klingt nach Autowerkstatt, nicht nach Dokumentationsagentur. Und genau das ist der Punkt.

Begreifen, um begreifbar zu machen

Gute Dokumentation entsteht nicht am Schreibtisch. Sie entsteht, wenn jemand ein Produkt in die Hand nimmt, es auseinanderbaut, versteht, wie es funktioniert – und dann erst anfängt zu schreiben.

Das klingt selbstverständlich. Ist es aber nicht. In der Branche ist es üblich, dass Redakteure mit CAD-Daten arbeiten, mit Fotos, mit Informationen aus zweiter Hand. Das Ergebnis sind Anleitungen, die theoretisch korrekt sind – aber praktisch nicht funktionieren. „Schraube lösen“ steht da. Aber mit welchem Werkzeug? In welcher Reihenfolge? Und was ist mit dem Kabelstrang, der im Weg liegt?

Wir wollten das anders machen. Deshalb haben wir etwas, das kaum ein anderer Dokumentationsdienstleister hat: eine eigene Werkstatt. Nicht als Showroom, sondern als Arbeitsumgebung. Hier wird geschraubt, getestet, entwickelt – und dann dokumentiert.

_2W-Werkstatt in Zahlen

Am Standort München seit 2019 im Einsatz.

  • Gesamtansicht der 2W-Werkstatt mit mehreren Fahrzeugen auf Hebebühnen
    2.000+ m²

    Spezialisierte Werkstattfläche für Fahrzeuge aller Art – vom PKW bis zum Nutzfahrzeug.

  • Zwei 2W-Fahrzeugredakteure analysieren ein Fahrzeug im abgetrennten Werkstattbereich
    Protoypenschutz

    Abgetrennte Werkstattbereiche für Produkte mit hoher Geheimhaltungsstufe

  • Techniker arbeitet unter einem angehobenen Fahrzeug in der 2W-Werkstatt
    Hochvolt-Bereich

    Speziell ausgestatteter Bereich für Arbeiten an Elektrofahrzeugen und Batteriesystemen.

  • Das 2W-Firmengebäude in München mit Dachbegrünung und begrünten Außenflächen
    Nachhaltig gebaut

    Solaranlage, Fernwärme, begrünte Außenflächen – Umweltbewusstsein auch bei der Infrastruktur.

Zwei 2W-Fahrzeugredakteure analysieren einen zerlegten Verbrennungsmotor
_Wissen aus der Werkstatt

Vom Produkt zur Anleitung

Wie sieht das konkret aus? Ein Beispiel: Wir entwickeln ein Servicekonzept für die Nutzfahrzeugflotte eines Kunden. Das Fahrzeug kommt zu uns in die Werkstatt – und unsere Fahrzeugredakteure legen los. Sie sind ausgebildete KFZ-Mechaniker und technische Redakteure in einer Person. Das heißt: Sie analysieren das Fahrzeug, identifizieren die relevanten Wartungs- und Reparaturpunkte, testen verschiedene Vorgehensweisen – und wissen gleichzeitig, wie man das Ganze so aufbereitet, dass es im Feld funktioniert. Was braucht es wirklich an Werkzeug? Wo lauern Stolperfallen, die in keiner CAD-Zeichnung auftauchen?

Erst wenn das Servicekonzept steht, entsteht daraus die Dokumentation – als integraler Bestandteil, nicht als nachgelagerter Schritt. Die Texte basieren auf echter Erfahrung, nicht auf Annahmen. Die Fotos zeigen reale Situationen, nicht gestellte Szenen. Und die Reihenfolge der Schritte ist so, wie sie im Feld funktioniert – nicht so, wie sie auf dem Papier logisch erscheint.

2W-Mitarbeiter dokumentiert Messwerte am Laptop im Hochvolt-Bereich
_Dokumentation unter Spannung

Hochvolt-Kompetenz: Die Zukunft anfassen

Elektromobilität verändert alles – auch die Dokumentation. Hochvolt-Systeme sind komplex, sicherheitskritisch und erfordern spezielles Know-how. Wer hier dokumentiert, muss mehr verstehen als nur die Theorie.

Unser Hochvolt-Bereich ist deshalb mehr als eine Werkstattecke. Er ist eine Entwicklungs- und Forschungsumgebung, in der wir Servicelösungen für Elektrofahrzeuge entwickeln und testen. Batterietechnologie, Ladeinfrastruktur, Sicherheitskonzepte – wir arbeiten an den Themen, die die Branche in den nächsten Jahren prägen werden.

Dazu gehören auch Schulungen. Unsere Mitarbeiter qualifizieren sich kontinuierlich weiter, um mit der Technologie Schritt zu halten. Denn nur wer die Systeme wirklich versteht, kann sie so dokumentieren, dass auch andere sie verstehen.

2W-Mitarbeiter an einem MAN-Nutzfahrzeug in der 2W-Werkstatt

„Wir kennen die Theorie. Wir lieben die Praxis. Das ist kein Slogan – das ist unsere Arbeitsweise. Dokumentation wird besser, wenn man sich die Hände schmutzig macht.“

Christian Dörkes
Head of Sales

Geschrieben für die Werkstatt, nicht für die Ablage.

Der Unterschied zeigt sich nicht auf dem Papier. Er zeigt sich draußen, beim Kunden, wenn ein Servicetechniker mit unserer Anleitung arbeitet. Weniger Rückfragen, weil die Dokumentation die richtigen Fragen schon beantwortet. Weniger Fehler, weil die Schritte so beschrieben sind, wie sie wirklich funktionieren. Weniger Frust, weil die Anleitung den Techniker unterstützt statt zu verwirren.

Das ist der Maßstab, an dem wir uns messen. Nicht: Ist das Dokument formal korrekt? Sondern: Funktioniert es in der Praxis? Die Werkstatt ist unser Testlabor für diese Frage. Und die Antwort fließt in jede Anleitung ein, die wir erstellen.

2W-Mitarbeiter analysiert ein Bauteil vor einer Wand mit Spezialwerkzeugen
_Vom Bauteil zum Comeback

Remanufacturing: 
Das zweite Leben beginnt hier

Die Werkstatt ist nicht nur für Dokumentation da. Sie ist auch unser Labor für Kreislaufwirtschaft.

Remanufacturing – die professionelle Wiederaufbereitung von Bauteilen – ist einer der Wachstumsbereiche der nächsten Jahre. Besonders relevant sind fertigungstechnisch komplexe Komponenten, die mechanischem oder elektrischem Verschleiß unterliegen: Getriebe, Steuergeräte, Hochvolt-Bauteile. Aber bevor so ein Bauteil ein zweites Leben bekommt, muss jemand verstehen, wie es ausgebaut, geprüft, aufbereitet und wieder eingebaut wird. Und das muss dokumentiert werden.

In unserer Werkstatt entwickeln und testen wir genau diese Prozesse. Wir zerlegen Komponenten, bewerten ihren Zustand, definieren Aufbereitungsschritte und dokumentieren alles so, dass es reproduzierbar wird. Das Ergebnis sind nicht nur Anleitungen, sondern komplette Second-Life-Konzepte – von der Demontage bis zur Qualitätssicherung.

Die Verbindung zum Digitalen Produktpass liegt auf der Hand: Wer Produkte für die Kreislaufwirtschaft fit machen will, braucht die Informationen, die ein DPP liefert. Und die Kompetenz, diese Informationen in praktische Prozesse zu übersetzen.

_Was unsere Werkstatt leistet

Mehr Leistung, ein Prinzip: 
Erst verstehen, dann dokumentieren.

Die Werkstatt ist kein Selbstzweck. Sie ist Teil unseres Leistungsangebots – und steht auch unseren Kunden offen.

Wir entwickeln und testen Serviceprozesse am realen Produkt. Das Ergebnis sind praxiserprobte Anleitungen, die im Feld funktionieren – nicht nur auf dem Papier.

Vom Foto über die technische Illustration bis zum fertigen Handbuch: Die Werkstatt liefert das Material und die Erfahrung für Dokumentation, die auf echtem Produktverständnis basiert.

Demontage, Prüfung, Aufbereitung, Qualitätssicherung – wir entwickeln komplette Second-Life-Prozesse und dokumentieren sie so, dass sie skalierbar werden.

Manchmal gibt es für einen Arbeitsschritt noch kein passendes Werkzeug. Dann entwickeln wir es selbst – direkt in der Werkstatt, am realen Bauteil. So entstehen Spezialwerkzeuge, die exakt auf den jeweiligen Serviceprozess zugeschnitten sind.

Unsere Werkstatt dient auch als Plattform für gemeinsame Workshops oder Schulungen am Kundenprodukt. Im Rahmen einer Zusammenarbeit kann sich das ganz natürlich ergeben – ob Hochvolt-Schulung, Dokumentations-Workshop am Objekt oder gemeinsame Analyse eines Serviceprozesses.

Sehen, wie wir arbeiten.

Die Werkstatt lässt sich schwer in Worte fassen. Die Konzentration, wenn ein Bauteil Schicht für Schicht analysiert wird. Die kurzen Wege zwischen Werkbank und Redaktionsplatz. Die Systematik, mit der hier aus Technik verständliche Dokumentation wird.

Vereinbaren Sie einen Termin in München. Wir zeigen Ihnen, wie wir arbeiten – und wo die Schnittstellen zu Ihren Anforderungen liegen.